CD-Reviews | ANUBIZ "Unruh" | pandaimonix.de - 8 von 10 Punkten
Mit "Unruh" veröffentlichen die 1999 gegründeten Anubiz ihre dritte Scheibe, die durchaus das Potential hat,
die Band aus dem jetzigen Undergroundstatus etwas an das Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Anubiz spielen
im weitesten Sinne Gothicmetal mit den obligatorischen Zutaten: klassischer Frauengesang trifft auf harschere
Töne aus der Männerecke, wenngleich diese bei weitem nicht so deathmetallastig ausfallen, wie z. B. bei Epica.
Dazu das gewohnte instrumentale Umfeld mit viel Bombast, Pathos und ab und an auch mal härteren Tönen.
Eingängige Melodien und Symphonien gibts natürlich zuhauf auf "Unruh". Dabei wechseln sich ruhigere, epische
Stücke wie "Mondlicht" mit flotteren Nummern, etwa dem ohrwurmigen Opener "Verbrenne mich" ab. Man hört "Unruh"
schon an, dass Anubiz sich etwas von dem gewohnten Einerlei in dem Genre absetzen wollen und nicht gnadenlos die
ultraeingängige Within Temptation-Schiene fahren. Die Band ist um Abwechslung bemüht und beschränkt sich nicht auf
schlichte 3-Minuten-Pseudohitstückchen. Tut dem Album hörbar gut und macht "Unruh" auch für jemand wie mich attraktiv,
der dem Gothicmetalgenre in der Regel nicht viel abgewinnen kann. Die Produktion kann sich ebenfalls hören lassen und
entspricht internationalem Standard.
So sehe ich auch keinen Grund, "Unruh" mit weniger als 8 Punkten zu bedenken und empfehle allen Gothicmetalanhängern zumindest ein Reinhören.
Reviewer: Christian Nitschke
Bewertung: 8 von 10 Punkten
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